Pulverbeschichten Um beste Voraussetzungen zu erreichen

kostengünstig, äußerst beständig mit einer großen Farbauswahl

Das Pulverbeschichten ist ein Beschichtungsverfahren, bei dem ein elektrisch leitfähiger Werkstoff mit Pulverlack beschichtet wird. Eine typische Beschichtungsanlage besteht aus Oberflächenvorbehandlung (Reinigung und / oder Aufbringen einer Konversionsschicht), Zwischentrocknung, elektrostatischer Beschichtungszone und Trockner. Die Werkstücke werden dabei durch ein Fördersystem transportiert.

Ein großer Vorteil beim Pulverbschichten: Das Endprodukt ist extrem schlagfest. Das nachträgliche Bearbeiten - wie Schleifen oder Bohren - eines pulverbeschichteten Teils ist gut möglich.

Wir sind in der Lage, Pulverbeschichtungen bis zu einer Größe von 2400 x 900 x 600 mm durchzuführen.

Technische Hinweise für unsere Kunden, bitte unbedingt vor Auftragserteilung lesen:

1. Abkleben:
Bei abklebe Arbeiten (lackfreie Stellen) kommt spezielles hitzebeständiges Klebeband zu
Anwendung, welches den thermischen Belastungen standhält. Trotzdem entsteht eine harte
Kante (kein Kantenverlauf wie beim Nasslack) und es kann zu Unterwanderungen des
Klebebandes kommen.

2. Aufkleber
Klebstoffreste von Kreppband, Gewebeband oder anderen Klebebändern kann zu
Rückständen auf der Oberfläche führen, diese können durch die Vorbehandlung nicht
vollständig entfernt werden und führen zu Mängeln an der Oberfläche.
Bitte bringen Sie Klebeband nur auf nicht sichtbaren Flächen an oder verzichten Sie ganz
darauf.

3.Silikon
Auf Silikon sowie silikonhaltige Materialien sollte immer verzichtet werden. Vor der
Beschichtung ist es unmöglich zu erkennen, ob eine Oberfläche mit Silikon in Berührung
gekommen ist oder nicht. Erst nach dem Einbrennprozess ist ersichtlich ob sich Silikonreste
auf dem Werkstück befinden.

4. Beschriftungen:
Beschriftungen von Edding-, Fett- oder anderen Faser-Stiften lassen sich auf Grund der
chemischen Zusammensetzung der Farben durch die Vorbehandlung nicht vollständig
entfernen. Die Beschriftungen können durchdrücken und nach dem Beschichten wieder
sichtbar werden.
Bitte bringen Sie solche Markierungen nur auf nicht sichtbaren Flächen an oder verzichten Sie
ganz darauf.

5. Aufhänge Möglichkeiten:
Die zu beschichtenden Werkstücke werden hängend bearbeitet, dazu müssen im Vorfeld
entsprechende Befestigungsmöglichkeiten wie Löcher/Ösen vorhanden sein.
Bei Werkstücken die an Schweißbolzen befestigt werden sollen, behalten wir uns das Recht
vor diese Teile abzulehnen.
An den Aufhängepunkten entstehen technologisch bedingte Druckstellen. Diese stellen keinen
Mangel dar.
Wir sind in der Lage, Pulverbeschichtungen bis zu einer Größe von 2400 x 1000 x 600 mm
und einem Maximalgewicht von 35kg pro Werkstück durchzuführen.

6. Werkstückgeometrie:
Unsere Dienstleistung setzt voraus, dass das zu beschichtende Material
pulverbeschichtungsgerecht konstruiert und gefertigt wird.
Stöße, Überlappungen sowie Dopplungen sind zu vermeiden und müssen durchgeschweißt
sein. Insbesondere Dopplungen wirken hygroskopisch und korrosionsfördernd.
Bei der Pulverbeschichtung wird das Pulver durch elektrische Aufladung an das Werkstück
gezogen, in der Innenseite von Rohren, tiefen Senkungen/Durchbrüchen bzw. geometrisch
unvorteilhaften Werkstücken kann es zu einem zusammenbrechen dieser Statik kommen.
Dadurch wird an diesen Stellen kein/unzureichend Pulver aufgetragen. Dieser Umstand kann durch uns nicht verhindert werden und wird als Reklamationsgrund nicht anerkannt.

7. Fett- und Ölkontaminierung:
Temperaturen von 200°C führen beim Einbrennvorgang des Pulvers zur Verflüssigung nicht
sichtbarer Fette und Öle und fließen vor allem bei hohlen Konstruktionen aus undichten
Schweißnähten, Gewinden oder Öffnungen nach außen. Eine Lackhaftung an den
austretenden Stellen ist hiermit unmöglich.
Dadurch ergeben sich Mängel bei Qualität und Korrosionsschutz.

8. Farbunterschiede:
Pulverlacke werden industriell gefertigt.
Je nach Pulverlackhersteller und Herstellungs-Charge kann es zu Schwankungen im Farbton
kommen.
Oberflächenkriterien wie Glanzgrad oder Strukturen sind nicht definiert und führen somit
auch hier zu Unterschieden.
Alle Lacke die der Umwelt ausgesetzt sind (Verwitterung, Erosion, UV-Strahlung,
Temperaturunterschiede) verändern ihre Oberfläche im Farbton und Glanzgrad.
Dadurch entstehen auch Abweichungen zu Musterblechen.

9.Pulverlacke in Beistellung:
Bei beigestellten Pulvern können wir keine Garantie über die Qualität der Beschichtung
geben, da wir nichts über die vorherige Lagerung bzw. den Zustand des Pulvers kennen.
Bei Werkstücken die mit beigestellten Pulvern beschichtet werden erfolgt die Veredlung
grundsätzlich auf Risiko des Abnehmers.
Wir beschichten ausschließlich mit Epoxid-, Epoxid-Polyester-, Polyester- und
Polyurethanharz-Pulverlacken.
Acryl-Pulverlacke werden von uns nicht verwendet.

10. Fremd gestrahlte Teile:
Die Vorbehandlung ist das entscheidende Kriterium bei der Pulverbeschichtung um eine
saubere Oberfläche zu erhalten.
Deshalb behalten wir uns vor, fremd gestrahlte Teile abzulehnen bzw. sich dadurch ergebene
Mängel in der Oberflächenqualität stellen keinen Mangel an unserer Beschichtung dar.

11.Beschichtung vorbeschichteter Werkstücke:
Bei bereits beschichteten Werkstücken behalten wir uns das Recht vor diese abzulehnen.
Bereits Nasslackierte Flächen beschichten wir grundsätzlich nicht, da wir nicht die
Zusammensetzung der Vorlackierung kennen.
Bei bereits Pulverbeschichteten Werkstücken erfolgt die Veredlung grundsätzlich auf Risiko
des Abnehmers.

12. Gussteile:
ALU-Druckguss sowie Stahlgussteile sind herstellungsbedingt sehr offenporige Metalle und
gasen somit bei Erwärmung aus. Dies führt bei der Pulverbeschichtung zu Blasenbildung an
der Oberfläche. In den meisten Fällen lässt sich diese Blasenbildung auch durch mehrfaches
Tempern nicht verhindern und stellt somit keinen Mangel dar.

13. Verzinkte Ware:
Die Unebenheiten die durch eine unterschiedlich starke Zinkschicht beim Feuerverzinken
entsteht, bleiben nach der Pulverbeschichtung visuell erkennbar und stellen keinen Mangel
dar. Feuerverzinkte Teile neigen beim Einbrennen der Pulverschicht sehr stark zu
Ausgasungen, welche durch Krater und Bläschen sichtbar werden. Dies ist technologisch
bedingt und stellt an der Beschichtung ebenfalls keinen Reklamationsgrund dar. Wir empfehlen zudem ein Sweep-Strahlen mit nichtmetallischen Strahlmitteln zum Reinigen und Anrauen der Zinkoberfläche kurz vor dem Pulverbeschichten für die Haftung des Pulvers. Ohne Nachweise der korrekten Vorbehandlung übernehmen wir keine Haftung für die ordnungsgemäße Ausführung der Beschichtung.

14. Edelstahl-Teile:                                                                                                                                                              Durch eine geringe Rautiefe der Edelstahlteile kann mit einer geringeren Haftung der Beschichtung gerechnet werden.

15. Kratzer, Beulen & Erhöhungen:
Die Pulverbeschichtung ist wie eine Parallelverschiebung der Oberfläche zu verstehen.
Oberflächenunebenheiten wie Kratzer, Beulen und Erhöhungen werden nicht ausgeglichen
und sind nach dem Beschichten noch sichtbar.

16. Oxid (Zunder)/Rost:
Zunder tritt bei der Produktion warmgewalzter Stähle unvermeidlich auf. Ebenso beim
Laserschneiden entsteht an den Schnittkanten eine Oxydschicht. Da diese Schicht so gut wie
keinen Haftverbund zum Trägermaterial hat, muss sie vor der Pulverbeschichtung entfernt
werden.
Rost am Teil verursacht ebenso eine mangelnde Haftung der Beschichtung und muss deshalb
ebenfalls vor dem beschichten entfernt werden.

17. Pulverkanten:
Technologisch bedingt, neigt das Pulver bei der Beschichtung zur Kantenflucht, deshalb
empfehlen wir, die zu beschichtenden Werkstücke an den Kanten und Bohrungen leicht zu
entgraten.

18. Spachtel:
Spachteln als Ausgleich für fehlerhafte Untergründe kommen bei uns nicht zur Anwendung.

19. Wärmeverformungen:
Für Wärmeverformungen die auf das Freiwerden von Walz- bzw. Herstellspannungen oder
auf nicht pulverbeschichtungsgerechten Konstruktionen sowie sonstigen konstruktiven
Mängeln durch Materialeigengewicht zurückzuführen sind, übernehmen wir keine Haftung.

20. Weichlot/Zinn:
Je nach Zinnanteil im Weichlot kann es bei der Pulverbeschichtung (Einbrenntemperatur ca.
200°C) zum Verflüssigen der verlöteten Flächen kommen. Eine Pulverbeschichtung ist somit
nicht möglich.

21. Verpackung/Transport:
Die von uns verwendeten Verpackungsmaterialien dienen ausschließlich dem Transport- und
Materialschutz und können nicht zur Lagerung eingesetzt werden. Die Verpackung muss nach dem Transport sofort entfernt werden. Schäden die durch Lagerung bzw. Umwelteinflüsse entstehen, werden nicht als Reklamation anerkannt. Für Transportschäden übernehmen wir keine Haftung.